Wednesday 17. July 2019

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Bischof Erwin Kräutler
(Brasilien)


Ein Leben für die Indigenen in Amazonien...

 

„Nur daran zu denken macht mich unendlich traurig.“ Maria das Graças de Oliveiras Blick wandert zur Kokospalme im Garten. „Die haben mein Mann und ich vor 23 Jahren gepflanzt. Unsere Träume und die Zukunft unserer fünf Kinder gehen unter.“

 

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Die Oliveiras sind nicht reich, aber glücklich. „Der Fischfang bringt uns genug ein. Mehr wollen wir gar nicht. Das ist ein guter Platz zum Leben.“
Doch das Haus am Ufer des Xingu wird durch den Rückstau des Kraftwerks Belo Monte überflutet. „Unangemeldet standen eines Tages Techniker vor unserer Tür und sagten nur, dass wir weg müssen. Sie haben alles vermessen und meinten, wegen der Entschädigung meldet sich jemand.
Das ist nie geschehen.“ Ob sie überhaupt zu ihrem Recht kommen ist fraglich, denn wie so viele Betroffene haben sie nur einen Kaufvertrag und
keinen Grundbucheintrag, der sie als Besitzer ausweist.

 

Als die Techniker da waren, wusste sie, dass es für sie als Analphabetin schwer ist, ihre Rechte einzufordern. Seither besucht sie eine Schule und lernt lesen und schreiben.

SEI SO FREI unterstützt die mehr als 7.000 Familien, deren Häuser in Kürze überschwemmt werden, im Kampf um ihre Rechte. „Altamira ist das reinste Chaos. Die Betreiber von Belo Monte lassen den Menschen keine Wahl“, sagt Elisa Estronioli von der SEI SO FREI-Partnerorganisation „Bewegung der Staudammbetroffenen“ (MAB).

 

 

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Die einzige Chance besteht darin, sich in Einzelverhandlungen nicht über den Tisch ziehen zu lassen, sondern gemeinsam aufzutreten. Deshalb koordinieren wir Gruppen von Betroffenen und helfen den Menschen zu ihren Rechten zu kommen.“
Der prononcierteste Gegner von Belo Monte ist der langjährige SEI SO FREI-Projektpartner Bischof Erwin Kräutler.

Trotz Morddrohungen und Attentatsversuchen steht er an der Seite der Betroffenen und findet klare Worte: „Statt Fortschritt bringt Belo Monte Tod. Ich werde nie still sein, wenn es um Menschenrechte geht und bin überzeugt, dass eine andere Welt möglich ist.“

 

SEI SO FREI hilft den Menschen, die vertrieben werden! Im Haus „Refugio“ finden Kranke vorübergehend ein Dach über dem Kopf. Im „Haus für Mutter und Kind“ können Schwangere und Mütter mit ihren Neugeborenen vorübergehend wohnen.

Gemeinsam mit Dom Erwin und der SEI SO FREI-Partnerorganisation „Bewegung der
Staudammbetroffenen“ (MAB) kämpfen wir um die Rechte aller Leidtragenden.

SEI SO FREI lädt Sie ein, mit Ihrer Spende für SEI SO FREI, die Menschen im Kampf um ihre Rechte, um ihr Zuhause und um ein befreites Leben zu unterstützen:

Mit 15 Euro sichern Sie die Versorgung mit wichtigen Medikamenten.
Mit 105 Euro schenken Sie zwei Müttern und ihren Babys Essen und Betreuung.
Mit 1.000 Euro kann sich ein Rechtsanwalt einen Monat lang für die Rechte bedrohter
Familien einsetzen.

Danke für jeden Euro, den Sie geben können!


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