Monday 23. September 2019

Inhalt:

 

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Dr.in Maria Schiestl
(Kenia)


Sie hat ihr Leben den Maasai gewidmet...

Dr.in Maria Schiestl - die Ärztin der Masaai

Aus Liebe zum Volk der Maasai begann Maria Schiestl Medizin zu studieren. Den Wunsch dazu verspürte sie bereits in ihrer Zillertaler Kindheit. Berichte über ferne Länder in Missions- und Entwicklungszeitschriften, die ans Elternhaus geschickt wurden, waren der erste Lesestoff. Bald war für die kleine Maria klar: „Ich will Missionsärztin werden.“ Wie die Ringe in einem Gedicht von Rainer Maria Rilke, so brauchte auch dieser Wunsch seine Zeit zum Wachsen. Maria ging zuerst als Lehrerin nach Kenia. Sie arbeitete bereits damals mit den Maasai, sah die medizinische Not und erinnerte sich an ihren Kindheitswunsch. Als 53-jährige Ärztin kehrte sie schließlich viele Jahre später nach Kenia zurück und übernahm die Leitung des Gesundheitszentrums der Loita- Maasai in Entasekera. Von Anfang an legte sie Wert darauf, dass ihr einmal ein einheimischer Arzt nachfolgen wird. Sie ermöglichte dem jungen Maasai, Isaiah Mootian, das Medizinstudium und holte ihn ans Gesundheitszentrum.

Zu Ostern 2017 – ein paar Wochen vor ihrem überraschenden Tod – schrieb sie: „Wir haben Dr. Isaiah zu meinem Nachfolger und ärztlichen Leiter gemacht. Dieses
Vertrauen beflügelt ihn. Mit ihm habe ich einen guten Mitstreiter an meiner Seite, der die Visionen für Entasekera weitertragen und umsetzen wird.“ Gleichzeitig hat
sie einem weiteren langjährigen Maasai-Mitarbeiter, Dan Koyie, die Leitung für das Bildungsprogramm übertragen.

Einen Ring, den „Daktari“ Maria durch ihren plötzlichen und zu frühen Tod nicht mehr vollbringen konnte, betrifft die Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung
Narok County, die nach einer Staatsreform für das Gesundheitswesen
zuständig ist. Die Gespräche, das Gesundheitszentrum zu einem Bezirkskrankenhaus
zu machen und damit auch die Übernahme jener Gehälter durch den Staat zu erreichen, die bisher noch selbst zu finanzieren sind, kamen durch die damals
anstehenden und chaotischen Wahlen ins Stocken. Dr. Isaiah Mootian hat diese Gespräche inzwischen wieder aufgenommen. Gemeinsam mit dem Land Tirol,
den Sterntalern, Bruder und Schwester in Not Innsbruck und dem Solar- und Krankenhaus-Techniker Ludwig Mülleder wird SEI SO FREI das Gesundheitszentrum
in den nächsten Jahren auf dem Weg in eine selbständige Zukunft begleiten.
„Daktari“ Maria lebt weiter in den dankbaren Erinnerungen unzähliger
Menschen. Ihr Lebenswerk lebt in Entasekera weiter.

Mag. Wolfgang K. Heindl

 

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Berichterstattung über das Ableben von Maria Schiestl:

 

http://religion.orf.at/stories/2844679/

 

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/893372_Tiroler-Oskar-Romero-Preistraegerin-verstarb-in-Nairobi.html

 

http://tirol.orf.at/news/stories/2844604/

 

 

 

Wer war Dr.in Maria Schiestl?

 

Bereits nach wenigen Jahren der Berufsausübung als Lehrerein entschloss sich Maria Schiestl als Entwicklungshelferin nach Kenia zu gehen. Mit viel Engagement unterrichtete sie zuerst an einer Mädchenschule im Maasailand, um danach die Leitung einer Mädchenschule in Westkenia zu übernehmen.

 

In dieser ersten Einsatzphase in Kenia erlebte sie die schwierige Lebenssituation vieler Maasai: sowohl stark unter dem Druck der anderen Volksgruppen Kenias als auch unter dem Druck eigener zum Teil archaisch anmutender Traditionen stehend. Sie sah, dass besonders die Situation der Frauen und Kinder sowie der Sektor der Gesund-heitsversorgung weithin im Argen lag.

 

Maria Schiestl entschloss sich, ihre gesicherte Arbeit und ihr gesichertes Einkommen als Lehrerin in Tirol aufzugeben, um dem Volk der Maasai in Kenia als Ärztin dienen zu können. Im Alter von 37 Jahren begann sie das Studium der Medizin. Die Kosten des Studiums und Lebenshaltungskosten musste sie durch vielerlei Jobs neben dem Studium erarbeiten.

 

Nie verlor sie in dieser schwierigen Zeit das Ziel aus den Augen: Arbeit mit und für das Volk der Maasai in Kenia.

 

Nach erfolgreicher Beendigung des Medizinstudiums ging Dr.in Schiestl als Ärztin nach Entasekera im Land der Loita-Maasai. Dort war unter schwierigsten Bedingungen der Aufbau eines Gesundheits- und Bildungszentrums begonnen, aber nicht abgeschlossen worden. Die einzige funktionierende Gesundheitseinrichtung für bis zu 27 000 Loita-Maasai in einem Umkreis von 60 km.

 

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Berichterstattung in den Medien:

 

  • Dr. in Maria Schiestl

Radio Salzburg Beitrag über die Romero-Preisträgerin 2016.

 

 

 

ORF

Dr.in Maria Schiestl Romero-Preis 2016 (2016) [Deutsch]

]

 

Tirol TV:

 

Tirol TV beitrag 1

 

Tirol TV Beitrag 2


Tirol TV Beitrag 3

 

Tirol TV Beitrag 4

 

Kronen Zeitung Tirol:

 

23.10.2016: Keine Göttin in Weiß 1 (pdf)

23.10.2016: Keine Göttin in Weiß 2 (pdf)
24.10.2016: Hausbesuch im Busch (pdf)
25.10.2016: Die Zukunft ist weiblich (pdf)

 

Tiroler Sonntag:

http://www.tirolersonntag.at/Media/Tiroler-Sonntag-Epaper/Tiroler-Sonntag9

 

 

Tiroler Tageszeitung am Sonntag

Zillertalerin macht Maasai-Frauen stark

20.11.2016

 

TT Sonntag Schiestl PDF 1

TT Sonntag Schiestl PDF 2

 

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http://www.seisofrei.at/