Für ihr Engagement in Tansania ist die Landwirtschaftsexpertin und langjährige SEI SO FREI-Projektpartnerin Saria Amillen Anderson Freitagabend der Romero-Preis der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) in Wels verliehen worden.
Von Linzer Bischof Dr. Ludwig Schwarz übergeben
Der Preis wurde Saria Amillen Anderson, Landwirtschaftsexpertin in der Mara-Region Tansanias von Bischof Dr. Ludwig Schwarz, KMBÖ-Vorsitzenden DI Dr. Leopold Wimmer und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer in der Stadthalle Wels übergeben.

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Dr. Josef Pühringer, Saria Anderson, Bischof Ludwig Schwarz und DI Dr. Leopold Wimmer (v.l.n.r)
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Saria Anderson im Interview mit Dr. Franz Hehenberger und Moderator Klaus Obereder (links)
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Saria Amillen Anderson leitet als Partnerin von SEI SO FREI seit mehr als zehn Jahren ein umfassendes Entwicklungsprogramm, von dem über 40.000 Bewohner spürbar profitieren. Dazu gehören sauberes Trinkwasser, die Produktion eigener Lebensmittel, Wiederaufforstung und die Auseinandersetzung mit den Tabuthemen HIV / AIDS und FGM (Female Genital Mutilation – weibliche Genitalverstümmelung). „Dazu braucht es in der stark von Männern dominierten Gesellschaft Tansanias neben großem Fachwissen auch viel Mut und Durchsetzungsvermögen. Der Romero-Preis der KMBÖ ist für Menschen gedacht, die sich für die Menschenwürde in den Ländern des Südens engagieren. Saria Anderson ist eine würdige Trägerin des Romero-Preises“, so Bischof Schwarz.
Hilfe aus Österreich sehr wichtig für Tansania
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer betonte die Wichtigkeit der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika und Lateinamerika: „Entwicklungshilfe ist nicht nur Hilfe für die Betroffenen, sondern auch eine langfristige Investition in den Frieden. Dank an SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung, für ihre Arbeit. Die Projekte, die SEI SO FREI in Lateinamerika und Afrika betreut, sind Hilfe zur Selbsthilfe; sie geben Menschen ihre Würde zurück.“
„Jeden Tag ist für mich ein Geschenk „ sagte Saria Amillen Anderson in ihrer Dankesrede. „Hunger und Durst haben wir in unseren Dörfern großteils besiegt, aber für ein menschenwürdiges Leben braucht es noch mehr“, sagt Saria – und weiß, wovon sie redet: Sie ist Witwe und Mutter von zwei Töchtern. Bei der Hochzeit hatte ihr inzwischen an AIDS verstorbener Mann seine Erkrankung verschwiegen und Saria mit dem HI-Virus infiziert. Auch eines der beiden Mädchen trägt das Virus in sich. Dank ständiger medizinischer Betreuung ist die Krankheit bei Mutter und Tochter nicht zum Ausbruch gekommen.
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Dr. Leopold Wimmer mit Romero-Preisträgerin 1992 Janira de Sousa und Saria Anderson |
Saria Anderson singt mit ihrer Familie auf Suaheli |
600 Personen kamen zur Preis-Verleihung, u.a. Bischofsvikar Prälat Mag. Maximilian Mittendorfer, Welser Bürgermeister Dr. Peter Koits, Landesrätin Mag. Doris Hummer, der Vorsitzende der KMB-Linz Dr. Franz Gütlbauer, Romero-Preisträgerin 1992 Janira Jesus Souza de Franca, Olympiasieger Toni Innauer, Ex-Tennisprofi Barbara Schett und die Managerin des Jahres 2006 Gertrude Schwatzdorfer.
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