Wednesday 22. May 2013

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NEWS / AKTUELLES

 

Schimpfwörter-Fasten für SEI SO FREI


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Anja Hagenauer, Bloggerin auf zartbitter.co at übergibt Wolfgang Heindl 120 Euro für das Frauenprojekt von Sr. Margaretha Moises in Kolumbien. In der Fastenzeit hat die Salzburger Integrations-Expertin ein Sparschwein gefüttert - für kleinere Schimpfwörter 50 Cent, für gröbere je einen Euro.

Muchas Gracias für die lustige Idee und die Unterstützung von SEI SO FREI!

 

Link zum Blog:

http://zartbitter.co.at/augenblicke/schimpfworter-fasten/

40.000 Menschen werden durch den Staudamm am Xingu im brasilianischen Bundesstaat Pará ihre Heimat verlieren

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(SN) Belo Monte ist erst der Anfang. 40.000 Menschen werden durch den Staudamm am Xingu im brasilianischen Bundesstaat Pará ihre Heimat verlieren. Das 11.000-Megawatt-Kraftwerk ist das drittgrößte der Welt nach dem Drei-Schluchten-Damm in China und dem Itaipú-Kraftwerk an der Grenze zwischen Brasilien und Paraguay.

Die ursprünglichen Pläne für Kraftwerksbauten am Xingu stammen noch aus der Zeit des Militärregimes in den Siebzigerjahren. Bis heute fehlen mehrere Baugenehmigungen. Gemäß der Verfassung müsste die indigene Bevölkerung der Region konsultiert werden. Doch Belo Monte ist erst der Anfang. Die brasilianische Regierung plant den Bau von 48 weiteren Wasserkraftwerken im Amazonasgebiet. Erwin Kräutler oder Dom Erwin, wie er in Altamira genannt wird, setzt sich seit Jahren für die Rechte der Indigenen am Xingu ein und kämpft unermüdlich gegen das Kraftwerksprojekt. Seit 2006 steht er deshalb unter Polizeischutz, er macht keinen Schritt mehr ohne seine Leibwächter. Der aus Vorarlberg stammende Bischof leitet die Diözese Xingu. Sie ist mit mehr als 300.000 Quadratkilometern die größte der Welt. Für seinen Einsatz erhielt er 2010 den Alternativen Nobelpreis.

 

Hier finden Sie den Artikel als PDF-Datei:

- Tragödie im Haus der Götter (PDF / SN 27.04.2013)

Die Seligsprechung des vor 33 Jahren ermordeten Erzbischofs von San Salvador, Oscar Romero (1917-1980), rückt offenbar näher.

 

Vatikanstadt (KAP) Das Büro von Erzbischof Vincenzo Paglia, Verantwortlicher des Vatikans für das Seligsprechungsverfahren, bestätigte am Montag eine entsprechende Aussage Paglias. Am Samstag hatte der Erzbischof im italienischen Molfetta gesagt, das Seligsprechungsverfahren für Romero sei ab sofort "entsperrt". Einzelheiten dazu nannte der Mitarbeiter Paglias am Montag nicht. Die US-amerikanische Zeitschrift "National Catholic Reporter" berichtete auf ihrer Internetseite, Papst Franziskus habe Paglia noch am selben Tag aufgefordert, das Verfahren zügig abzuschließen.

 

Nach der Wahl von Papst Franziskus gab es Spekulationen, der erste Papst aus Lateinamerika werde den Abschluss des Prozesses beschleunigen. Der Weihbischof von San Salvador, Gregorio Rosa Chavez sagte Ende März, er wisse, dass Franziskus überzeugt davon sei, dass Romero "ein Heiliger und ein Märtyrer" sei.

 

Das 1996 im Vatikan eröffnete Seligsprechungsverfahren für den am 24. März 1980 ermordeten Romero machte in den letzten Jahren offenbar kaum Fortschritte. Paglia selbst sprach 2011 von einer "gewissen Langsamkeit" des Prozesses, wobei er Versuche einer Instrumentalisierung Romeros als Ursache nannte. Strittig soll insbesondere die Frage gewesen sein, ob Romero als Märtyrer gelten kann, wofür es den Nachweis der Ermordung aus "Glaubenshass" braucht. Kritiker sollen jedoch soziale oder politische Motive für die Tat geltend gemacht haben. Für Märtyrer entfällt der Nachweis eines auf ihre Fürsprache gewirkten Wunders im Seligsprechungsprozess.

 

Der am 24. März 1980 während eines Gottesdienstes in San Salvador ermordete Romero war als Anwalt für die Rechte der Armen und Unterdrückten weit über die Grenzen Mittelamerikas hinaus bekannt geworden. Die Hintergründe der Tat sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt.

 

Die katholische Kirche in El Salvador setzte sich wiederholt für eine baldige Seligsprechung Romeros ein. Kritiker hatten einen schleppenden Fortgang des Seligsprechungsverfahren bemängelt, das 1990 auf Diözesanebene in der Hauptstadt El Salvadors eröffnet und 1996 abgeschlossen worden war. Seither wird das Verfahren von der vatikanischen Heiligsprechungskongregation geführt. Als Postulator hat Paglia alle verfügbaren Informationen über Romero gesammelt und fungiert als eine Art Anwalt für deren Seligsprechung.

 

SEI SO FREI verleiht jährlich den Romero-Preis, den wichtigsten Preis für Menschenrechte in Österrreich, der mit 10.000 EURO dotiert ist.

Stern der Hoffnung: SEI SO FREI und Papst Franziskus setzen sich für die Ärmsten in Afrika und Lateinamerika ein

unknownPapst Franziskus betonte in der Predigt seines Pontifikatsbeginns, dass wir alle berufen sind, jeden Menschen zu behüten. SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung, schafft seit mehr als 50 Jahren gerechte Lebenschancen, damit die Menschen in Afrika und Lateinamerika in Freiheit und Würde leben können.

Unter dem Motto „Stern der Hoffnung“ hat SEI SO FREI im Advent 2012 um Spenden für Entwicklungsprojekte in den Ländern Afrikas und Lateinamerikas gebetet. Papst Franziskus  unterstrich bei seiner Predigt am 19. März 2013: Jesus mit Maria zu behüten, die gesamte Schöpfung zu behüten, jeden Menschen zu behüten, besonders den Ärmsten, uns selber zu behüten: das ist ein Dienst, den zu erfüllen der Bischof von Rom berufen ist, zu dem wir aber alle berufen sind, um den Stern der Hoffnung leuchten zu lassen: Hüten wir mit Liebe, was Gott uns geschenkt hat!“


Mit Spenden aus Österreich konnte  in den letzten Jahrzehnten das Leben tausender Menschen in Afrika und Lateinamerika zum Besseren gewendet und nachhaltige Hilfe geleistet werden. „Speziell in Guatemala, das Schwerpunktland des Advents 2012, wo mit Hilfe aus Österreich seit mehr als 20 Jahren Schulen, Bildungs- und Wasserprojekte finanziert werden konnten, die eine nachhaltige Hilfe, für tausende Menschen bedeutet. Wir helfen den Ärmsten im Sinne von Papst Franziskus“, so DI Dr. Leopold Wimmer, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs.

Jugendliche opfern ihre Freizeit für den guten Zweck

„Die Jugendlichen haben sich heuer wieder voll ins Zeug gelegt. Sie haben alles selbst organisiert und ihre Freizeit für die Aktion geopfert.“, zeigt sich der Religionspädagoge Christoph Kremshuber beeindruckt.

 

Herr Kremshuber ist die Brücke zwischen SEI SO FREI und der landwirtschaftlichen Fachschule Ritzlhof. Im Jahr 2005 gab es mit der Marambiré-Gruppe aus Brasilien, die in der Schule Tanz- und Musikworkshops veranstaltete, den ersten Kontakt. Seither organisieren Schülerinnen und Schüler jedes Jahr beim Tag der offenen Tür der Schule eine Aktion für SEI SO FREI.

Im November 2012 verkauften sie selbst gemachte Gestecke und selbstgebackene Kekse. Bei der Lotterie konnten die Besucherinnen und Besucher Adventkränze, Weihnachtssterne und anderes sofort gewinnen.

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Schülerinnen und Schüler beim Verkauf ihrer selbst hergestellten Produkte.

 

Die Schülerinnen und Schüler wenden bereits Gelerntes an und holen sich Tipps und Unterstützung von Lehrkräften und auch Eltern.

Unterstützung gibt es auch von Herrn Direktor Franz Zobl, der die Absolvierung eines Auslandspraktikums ermöglicht. Gerade sind sechs der letzten Praktikantinnen aus Brasilien zurückgekehrt. Begeistert erzählen sie von den Erlebnissen in der Landwirtschaftschule Margarida Alves, die von SEI SO FREI gegründet wurde.

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Hauptpreis der Lotterie waren selbstgemachte Adventkränze

Vor allem die Herzlichkeit der Menschen und die tropischen Früchte, die soviel besser schmecken als zuhause, beeindruckten die Rückkehrer. Auch in diesem Jahr machen sich wieder Schülerinnen und Schüler auf, um in Brasilien vor allem eine andersartige Pflanzenwelt und landwirtschaftliche Nutzung kennenzulernen.

 

 

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Selbstgebasteltes für den Advent

 

Das SEI SO FREI-Team bedankt sich sehr herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern, Herrn Kremshuber und den Lehrkräften von Ritzlhof für die langjährige Unterstützung und das großartige Engagement! Insgesamt konnten seit 2005 mehr als 12.000 Euro an Spenden gesammelt werden

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„Scheckübergabe“ an Christina Lindorfer von SEI SO FREI

Meilenstein: EU Finanztransaktionssteuer beschlossen

 

Der EU Finanzministerrat gab am 22.1.2013 grünes Licht für die Einführung einer
Finanztransaktionssteuer für 11 EU Mitgliedsstaaten. Damit wurde eine langjährige
Forderung der der KOO (Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für Internationale Entwicklung und Mission) und SEI SO FREI aufgegriffen. Nur wenige Länder wie Großbritannien, Luxemburg, Malta und Tschechien enthielten sich der Stimme. EU Steuerkommissar Šemeta kündigte die rasche Ausarbeitung eines konkreten Vorschlags auf Basis der bisherigen Arbeiten an.

Heinz Hödl, Geschäftsführer der KOO begrüßt den Schritt im EU Finanzministerrat, aber
erinnert an die ursprüngliche Intention, Erlöse aus dieser Steuer für globale
Armutsbekämpfung und Klimafinanzierung zu nutzen. Für Österreich wäre dies eine
Möglichkeit, das 0,7% Ziel für Entwicklungszusammenarbeit endlich zu erreichen.
Weiters weist die KOO darauf hin, dass es neben den ersehnten Einkünften für das
Budget um eine angemessene Beteiligung des enorm gewachsenen Finanzsektors, um
die Kosten der Krise abzufedern und um Lenkungseffekte weg von der spekulativen zur
Förderung der realen Wirtschaft geht.

Letztendlich geht es um eine politische Entscheidung. Dabei sollte der europäischen
Bevölkerung Gehör geschenkt werden, wo 2/3 der Einführung einer umfassenden
Finanztransaktionssteuer zustimmen und breite gesellschaftliche Kreise von Kirchen
über Entwicklungsorganisationen bis Gewerkschaften diese unterstützen. Die
Finanztransaktionssteuer könnte ein wesentlicher Beitrag sein, um das Vertrauen in die
Politik gegenüber den Märkten und in die europäische Union als Rahmen für
internationale Problemlösung zu stärken.

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