Die „Amani Communities Africa“ (ACA) machen Bildungsarbeit zu Menschenrechten speziell für Frauen. Seit 2009 ist ACA Projektpartner von SEI SO FREI Innsbruck.
Die Loita Maasai leben etwa 120 km südwestlich von Nairobi – zehn Fahrstunden, je nach Straßenzustand. Nach der Geburt eines Kindes darf sich die Mutter solange nicht duschen, bis dem Neugeborenen die ersten Haare geschoren werden. Wenn sie es dennoch tut, würde ein Elternteil sterben. Außenstehende tun sich schwer, Traditionen wie diese zu verstehen. Noch dazu, da dies auch gesundheitliche Folgen hat. Hauptaufgabe der Mitarbeiterinnen von ACA ist die Vernetzung mit anderen afrikanischen und europäischen Organisationen. Sie informieren Frauen über die Gesetzeslage in Kenia: über Eigentumsund Erbrecht, Regelungen bei Heirat, Scheidung und Trennung, Rechte von Frauen und Kindern. Das Personal des Gesundheitszentrums "Loita Health" klärt über Genitalverstümmelung und deren Risken auf, berät bei Hygiene, Ernährung und Familienplanung. Was tun bei häuslicher Gewalt und Missbrauch? Wie elektrisiert reagieren die Frauen darauf, wenn ihnen die Trainerinnen Auswege aus häuslicher Gewalt zeigen, wie sie Konflikte gewaltfrei lösen und ihre Rechte einfordern können. Selbstständig ermutigt sie ACA auch, sich durch Landwirtschaft oder Kunsthandwerk selbst ein Einkommen zu schaffen. So sind sie weniger von äußerer Hilfe sowie von ihren Männern abhängig. Die Führer der Dorfgemeinschaften werden in eigenen Seminaren von ACA von der Sinnhaftigkeit der Kurse für die Frauen zu überzeugen versucht. Überraschend viele zeigten schon Ansätze eines Umdenkens.