Steigende Nahrungsmittelpreise in Entwicklungsländern
Nahrungsmittelpreise klettern wieder in Rekordhöhen und übertreffen zum Teil schon die Werte von 2008. Eine Studie von UNICEF schreibt einen Großteil der Spekulation zu: 98% der Absicherungsgeschäfte dienten nur der Spekulation. Überwiegend Leidtragende sind Entwicklungsländer – v.a. Lateinamerika, Südasien und Zentralasien sind massiv betroffen. Die Armen haben dem wenig entgegenzusetzen: sie reagieren mit weniger Mahlzeiten, Kürzungen der Gesundheitsausgaben, Schuldenmachen und mehr Arbeit. Sparprogramme der Regierungen einschließlich Kürzungen von Sozialleistungen und Preisstützungen verschärfen die Situation.
Es werden dringend internationale koordinierte Maßnahmen gefordert, die Kurzfristig KonsumentInnen unterstützen, langfristig muss die Agrarproduktion gesteigert und die Spekulation eingedämmt werden.
Mehr als hundert Organisationen haben die FinanzministerInnen der G20 anlässlich ihrer Zusammenkunft in einer Petition aufgefordert, Nahrungsmittelspekulation von Banken und Fonds zu beschränken.